Tour de Suisse: Kräftemessen vor der Tour de France

Tour de Suisse 2022: Kräftemessen vor der Tour de France – Auf acht Etappen mit über 1343 Kilometern messen sich die Radprofis. Insgesamt ist eine Höhendifferenz von über 21.000 Höhenmetern zu bewältigen. Am 19. Juni wird sich zeigen, wer sich bei der Tour de Suisse durchsetzen konnte und für die Tour de France beste Voraussetzungen hat unter die Top 10 zu kommen. Das Radrennen gilt als das wichtigste der Schweiz.

Tour de Suisse

© Alamy Live News

 

Es ist bereits die 85. Ausgabe der Tour de Suisse, die seit 1933 ausgetragen wird – nur in wenigen Jahren fand sie nicht statt. Zuletzt musste sie 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg. Damals wurde mit der „The Digital Swiss 5“ lediglich eine digitale Ersatzveranstaltung angeboten, an der 57 Fahrer teilnehmen. Der Kurs führt insbesondere durch den Osten und Süden der Schweiz und klammert die Westschweiz fast vollkommen aus. Besonders können sich die Zuschauer und Radsport-Fans im Kanton Tessin freuen. Mehrere Etappen der Tour de Suisse starten oder enden in der Südschweiz.

„Die achttägige Tour de Suisse der Männer kann ohne falsche Scheu als eine der härtesten der letzten Jahre betitelt werden“, beschreibt David Loosli, Sportlicher Leiter, den Rundkurs 2022 im Vorfeld. Dabei sind in diesem Jahr weniger Alpenpässe zu überqueren. Denn „gibt es enorm viele Höhenmeter zu bezwingen. Insbesondere die zweite Etappe nach Aesch und die darauffolgende Etappe durch den Jura sind nebst den Bergankünften auf der Moosalp und in Malbun als sehr schwer einzustufen.“ Insgesamt nehmen 23 Männerteams an der Tour de Suisse teil, darunter die beiden Top-Teams: Alpecin – Fenix sowie Arkéa – Samsic. Jedes Jahr verfolgen über eine Million Zuschauer das Schweizer Radrennen.

Tour de Suisse – Etappen

Etappe 1

Die erste Etappe des Rennens startet und endet in Küsnacht im Kanton Zürich und führt über insgesamt 178 Kilometer vorbei am Greifensee, dem Zürichsee sowie über den Bergrücken Pfannenstil. Vier Mal muss diese Strecke gefahren werden, die über 2.000 Höhenmeter enthält. Das ist eine Besonderheit der diesjährigen Tour de Suisse, die ohne Prolog oder mit einem Einzelzeitfahren startet, sondern direkt mit einem Rundrennen.

Etappe 2

Die zweite Etappe führt von Küsnacht nach Aesch im Kanton Basel-Landschaft. Daniel Loosli, der Sportliche Direktor, sieht darin eine „klassische Überführungsetappe“. Sie ist 199 Kilometer lang und es sind 2.000 Höhenmeter zu überwinden. Besonders herausfordernd ist der Challpass mit einem „knackigen Anstieg“. Vor allem Sprinter und Puncher könnten hier die Nase vorn haben.

Etappe 3

Von Aesch geht es weiter nach Grenchen im Kanton Solothurn. Mit 177 Kilometern ist diese dritte Etappe die bislang kürzeste. Allerdings haben es die Höhenmeter in sich. Insgesamt sind mehr als 3.000 Höhenmeter durch das bergige Jura zu überwinden.

Etappe 4

Von Aesch nach Brunnen im Kanton Schwyz führt die vierte Etappe der Tour de Suisse. Sie ist die flachste der gesamten Tour und damit perfekt für die Sprinter im Feld. Auf 191 Kilometern führt sie durch die Kantone Solothurn, Bern, Luzern bis nach Schwyz. Während der Fahrt geht es durch das malerische Emmental hinauf zum Rigi, die als Königin der Berge bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein Bergmassiv zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Zugersee und dem Lauerzersee. Insgesamt sind 1.938 Höhenmeter zu überwinden.

Etappe 5

Etappe 5 führt von Ambri nach Novazzano im Kanton Tessin. Eingefleischten Fans des Radsports wird das Örtchen Mendrisio vertraut sein, das nun wieder Teil der Tour de Suisse ist. 2009 fanden hier die 76. UCI-Straßen-Weltmeisterschaften statt – wie übrigens auch schon 1971. Damals wurden sechs Entscheidungen im Einzelzeitfahren und Straßenrennen der Männer, Frauen und der Männer U23 ausgefahren. Auf den 191 Kilometern sind 2.950 Höhenmeter zu überwinden.

Etappe 6

Von Locarno geht es auf der sechsten Etappe weiter nach Moosalp. 180 Kilometer und mit 4.200 Höhenmetern ist das wohl die anspruchsvollste Etappe der Tour de Suisse. Besonders schwierig wird es am Nufenenpass, dem höchstgelegenen Strassenpass der Schweiz. Er bildet die Grenze zwischen den Kantonen Wallis und Tessin. „Die Bergflöhe im Feld kommen somit auf dieser Königsetappe ganz auf ihre Kosten. Das Gesamtklassement wird nach dieser Etappe sein wahres Gesicht zeigen“, ist sich der Technische Direktor der Tour de Suisse, David Loosli, sicher.

Etappe 7

Die siebte Etappe führt die Spitzenradfahrer von Ambri nach Malbun und damit über die Grenze ins Fürstentum Liechtenstein. Der Kurs ist ähnlich dem zum Vortag und wird den Fahrern wieder alles abverlangen. Insgesamt ist die Strecke 196 Kilometer lang und 3.190 Höhenmeter stehen als Herausforderung an. Wahrscheinlich wird sich auf diesem Teil der Tour de Suisse schon herauskristallisieren, welche Mannschaft am Ende gewinnen könnte.

Etappe 8

Den Abschluss bildet die achte Etappe rund um das liechtensteinische Vaduz, die lediglich 25 Kilometer lang  ist. „Die absoluten Spezialisten auf dem Zeitfahrrad sind am letzten Tag im Vorteil. Es wird sich zeigen, welche Gesamtklassementsfahrer noch Sprit im Tank haben und welche nach den beiden harten Bergetappen ausgebrannt sind“, gibt David Loosli zu Bedenken.

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Tour de Suisse – Rückblick

2021 gingen 160 Radfahrer an den Start, von denen 124 im Ziel ankamen. Damals gab es acht Etappen mit einer Gesamtdistanz von 1080 Kilometern. Im vergangenen Jahr konnte sich der Ecuadorianer Richard Carapaz vom Team Ineos vor dem Kolumbianer Rigoberto Uran, sowie dem Dänen Jakob Fuglsang  durchsetzen. Die Tour de France beendete der Bergspezialist Carapaz auf dem dritten Platz. Nur eine Woche später gewann er das Straßenrennen der Olympischen Sommerspiele in Tokio. Vielleicht kann er auch in diesem Jahr seinen Titel verteidigen. Zuletzt trumpfte er bereits beim Giro d’Italia auf und wurde Zweiter in der Gesamtwertung. Er musste sich auf der vorletzten Etappe lediglich dem Australier Jai Hindley (Bora-hansgrohe) geschlagen geben.

Das Finale wird am 19. Juni 2022 in Vaduz (Lichtenstein) stattfinden. Von dort startet am 18. Juni auch die Tour de Suisse Women, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal über vier Tage erstreckt. Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren es lediglich zwei. Den Abschluss des Frauen-Radrennens in diesem Jahr bildet die Königsetappe von Chur zur Biathlon-Arena nach Lenzerheide. Die zweite Ausgabe der Tour de Suisse Women wird als Rennen der Kategorie „UCI Pro Series“ ausgetragen. Auch bei den Frauen ist damit zu rechnen, dass die Welt-Elite – wie schon im vergangenen Jahr – an den Start gehen wird.

Die Tour de Suisse Women wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Frauenstimmrechts in der Schweiz wieder ins Leben gerufen. Vorläufer war die Tour de Suisse Féminin, die allerdings nur im Jahr 2001 stattfand. Im vergangenen Jahr setzte sich die Britin Elizabeth Deignan vor den Schweizerinnen Elise Chabbey und Marlen Reusser durch.

„Die traditionelle Männer Tour de Suisse ist gut verankert und bekannt in der Schweiz. Davon kann nun der Frauenradsport profitieren“, kommentierte die Schweizer Meisterin Elise Chabbey (Canyon – SRAM) die Neuauflage des Radrennens im vergangenen Jahr. „Es ist mir eine Ehre, zu den ersten Frauen zu gehören, welche an dieser neuen TdS Women starten werden.“

Tour de Suisse Teilnehmer

Folgende 23 Männerteams nehmen an der Tour de Suisse teil:

Ag2r Citroen, Astana Qazaqstan, Bahrain Victorious, BikeExchange – Jayco, Bora – hansgrohe, Cofidis, DSM, EF Education – Tibco – SVB, Groupama – FDJ, Ineos Grenadiers, Intermarché – Wanty – Gobert, Israel – Premier Tech, Jumbo – Visma, Lotto Soudal, Movistar, Quick-Step – Alpha Vinyl, Trek – Segafredo, UAE Team Emirates, Alpecin – Fenix, Arkéa – Samsic, Human Powered Health, TotalEnergies, Nationalteam Schweiz.

 

 

 

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